Wiki-Quellcode von Lösung Problemlösen
Version 6.1 von Martin Rathgeb am 2025/11/17 00:51
Zeige letzte Bearbeiter
| author | version | line-number | content |
|---|---|---|---|
| 1 | Vorbemerkung: | ||
| 2 | Die jeweils längsten Seiten der Figuren sind gleich groß. Dies wird hergeleitet über rechtwinklige Hilfsdreiecke und dem Kongruenzsatz für Dreiecke sws: | ||
| 3 | [[image:geogebra-export_A4 Bild 3_Lösung1.svg||width="500" style="display:block;margin-left:auto;margin-right:auto"]] | ||
| 4 | |||
| 5 | (%class=abc%) | ||
| 6 | 1. (((Zur Untersuchung der beiden Vierecke 8a und 8b betrachtet man ihre Struktur im Raster. | ||
| 7 | Eine geeignete Methode besteht darin, jedes Viereck durch eine seiner Diagonalen in zwei | ||
| 8 | Dreiecke zu zerlegen. Verbindet man in beiden Figuren dieselben beiden gegenüberliegenden | ||
| 9 | Ecken, so entstehen in 8a und in 8b zwei Dreiecke, deren Seitenlängen und Winkel – anhand | ||
| 10 | der Rasterpunkte – übereinstimmen. Die Dreiecke sind daher paarweise kongruent. | ||
| 11 | |||
| 12 | Wählt man die zweite mögliche Diagonale, so erhält man erneut zwei Dreiecke, die in 8a und | ||
| 13 | 8b jeweils dieselben Seiten- und Winkelverhältnisse besitzen. Auch diese Zerlegung zeigt, | ||
| 14 | dass die entsprechenden Dreiecke kongruent sind. | ||
| 15 | |||
| 16 | Da beide Vierecke bei beiden möglichen Zerlegungen in dieselben Paare kongruenter Dreiecke | ||
| 17 | zerfallen und die Anordnung dieser Teilfiguren übereinstimmt, folgt, dass die Vierecke 8a | ||
| 18 | und 8b kongruent sind. Sie besitzen dieselbe Form und Größe, unterscheiden sich jedoch in | ||
| 19 | ihrer Lage im Raster. | ||
| 20 | ))) | ||
| 21 | 1. Um ein Viereck zu konstruieren, das nicht zu 8a und 8b kongruent ist, verwendet man die zwei | ||
| 22 | Dreiecke, die bei der Zerlegung der ursprünglichen Vierecke auftreten. Man zeichnet zunächst | ||
| 23 | das erste dieser Dreiecke wie in 8a oder 8b. Das zweite Dreieck wird kongruent dazu gezeichnet, | ||
| 24 | jedoch in einer anderen Lage: beispielsweise gedreht oder gespiegelt oder an einer anderen | ||
| 25 | gemeinsamen Seite angesetzt. Werden diese beiden Dreiecke so zusammengefügt, dass sie ein | ||
| 26 | Viereck bilden, so entsteht eine Figur, die dieselben Teil-Dreiecke wie 8a und 8b enthält, | ||
| 27 | aber insgesamt eine andere äußere Form besitzt. | ||
| 28 | |||
| 29 | Die Nicht-Kongruenz lässt sich daran erkennen, dass die Lagebeziehung der beiden Dreiecke in | ||
| 30 | der neuen Figur nicht derjenigen in 8a und 8b entspricht. Obwohl eine der Diagonalen wieder | ||
| 31 | die beiden bekannten Dreiecke liefert, entsteht bei der anderen Diagonale ein Dreieckspaar, | ||
| 32 | das nicht zu den Zerlegungsdreiecken von 8a und 8b kongruent ist. Damit ist das neue Viereck | ||
| 33 | nicht kongruent zu den beiden gegebenen Vierecken, obwohl es aus denselben Dreiecken | ||
| 34 | zusammengesetzt wurde. |