Hilfe Lehrende

Zuletzt geändert von Holger Engels am 2024/05/17 12:20

Das Arbeitsheft ist technisch und organisatorisch als Wiki realisiert. So erhalten alle Mitglieder*innen der Landesfachschaft Mathematik des Landes Baden-Württemberg automatisch Schreibzugriff und können sich an der kontinuierichen Weiterentwicklung der Aufgabensammlung beteiligen. In der Anleitung steht, wie es geht.

Von der kollaborative Entwicklung versprechen wir uns ein kollektives Verantwortungsbewusstsein in der Fachschaft für das, was wir unsere Aufgaben nennen wollen und ein gemeinsames Verständnis davon, welche Aufgaben unsere Schüler*innen lösen können sollen. Gleichzeitig stellt die Sammlung den zentralen Bezugspunkt dar für alle Diskussionen über den Bildungsplan, die Abiturprüfung und das geforderte Niveau. Nicht zuletzt profitiert auch der Unterricht von der aktiven Auseinandersetzung mit Aufgaben. In Fortbildungen werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkung von kognitiv aktivierenden Aufgaben, sowie Qualitätskriterien und ein Kategoriensystem für Aufgaben vermittelt. In Workshops werden gemeinsam Aufgaben erstellt und über Aufgaben reflektiert.

Im Fachnetz-Moodle gibt es ein Austausch-Forum. Wer sich aktiv am Mathe-Arbeitsheft beiteiligen will, mag sich wahrscheinlich in diesem Forum einschreiben. Einen guten Anhaltspunkt, wo man sich einbringen kann, können die automatischen Prüfungen geben.

Netiquette

Diskussionen

  • Gehe respektvoll mit Fehlern um!
  • Gehe respektvoll mit Kommentaren um!
  • Gehe von guten Intentionen bei allen Kolleg*innen der Landesfachschaft aus!
  • Bedenke, dass Geschriebenes anders gemeint sein kann, als es für dich klingt. Interpretiere es möglichst wohlwollend!

Inhaltliche Beiträge

  • Verbesserungen an Aufgaben anderer sind zulässig und gewünscht!
  • Auch das Ersetzen einer Aufgabe durch eine andere ist ein erwünschter Vorgang, denn es kann die Qualität der Aufgabensammlung verbessern.
  • Beachte jedoch, dass du die Arbeit anderer wertschätzt. Schreibe zunächst einen wohlwollend kritischen Kommentar oder kontaktiere die Person direkt.
  • Das Go dafür eine Aufgabe zu ersetzten oder grundlegend zu verändern, kommt im Idealfall von der Person, die die Aufgabe erfasst hat.

Wiki vs Office-Programm

Das Wiki ermöglicht uns die kollaborative Zusammenarbeit, wie sie für das Projekt unerlässlich ist. Einige Wiki-Funktionen basieren unmittelbar auf der Wiki-Notation:

  1. Änderungen erfolgen live.
  2. Änderungen können verglichen und zusammengeführt werden.
  3. Struktur und Design sind voneinander getrennt.
  4. Inhalte können in andere Formate umgewandelt werden (HTML, ODT, PDF).
  5. Es lassen sich Macros programmieren: Aufgaben zählen (Startseite, Kompetenzmatrix, Bearbeitungszeit), Links nur darstellen, wenn es die Zielseite gibt (Tipp und Lösung), Sternchenbewertung, ...

Die Wiki-Notation in Verbindung mit LaTeX ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie erfordert eine gewisse Einarbeitung und gerade längere Berechnungen (beispielsweise einer ausführlichen Lösung) sind vergleichsweise mühsam einzugeben. Mit einem Office-Programm könnte man die Aufgaben deutlich schneller schreiben. Allerdings lässt sich die kollaborative Zusammenarbeit mit einem Office nicht realisieren und man kann dort auch keine solchen Automatismen programmieren (Macros).

Von daher ist das Wiki sicher die richtige Wahl für dieses Projekt! Und wenn es gelingt, die Arbeit auf viele Kolleg*innen zu verteilen, ist es auch leistbar.

Zusammensetzung der Aufgaben

Die Sammlung soll eine zu bewältigende Menge von Aufgaben enthalten, die sich mengenmäßig an den Proportionen der Wochenstundengewichte der einzelnen BPEs orientiert und die geforderten Kompetenzen in den jeweiligen Anforderungsbereichen abdeckt. Neben IQB-Aufgaben, alten Abi-Aufgaben und Problemlöseaufgaben, enthält sie schwerpunktmäßig Aufgaben, die den Kriterien für kognitiv aktivierende Aufgaben genügen.

Merkmale kognitiv aktivierender Aufgaben

  • Komplexe Aufgaben (mehrere Komponenten)
  • Aufgaben, die Problemlösekompetenzen erfordern
  • Aufgaben, die es erfordern neue Sachverhalte neu miteinander zu verknüpfen
  • Aufgaben, die einen kognitiven Konflikt auslösen
  • Aufgaben, bei denen mehrere Lösungen richtig sein können
  • Aufgaben, bei denen Lernende ein mentales Bild aufbauen und einzelnen Elemente dieses Bildes ergänzen müssen
  • Aufgaben, die an einzelne Erfahrungen anknüpfen und zu deren Lösung bereits vorhandene Konzepte nicht ausreichen und erweitert werden müssen
  • Aufgaben, zu deren Lösung nicht alle Informationen vorliegen, sondern von den Lernenden selbst gefunden werden müssen
  • Aufgaben, die Verständnisprozesse transparent machen

Kunter/Trautwein, 2013 in Anlehnung an Lipowsky et al. 2009, zitiert nach Kathleen Stürmer, Benjamin Fath: kognitive Aktivierung als zentrales Unterrichtsthema, in: Gawatz, A. Stürmer, Kognitive Aktivierung im Unterricht, Braunschweig 2019